{"id":1520,"date":"2021-03-16T11:12:21","date_gmt":"2021-03-16T11:12:21","guid":{"rendered":"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=1520"},"modified":"2021-03-16T11:12:21","modified_gmt":"2021-03-16T11:12:21","slug":"omara-ruiz-ueber-kubas-marodes-gesundheitssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=1520","title":{"rendered":"Omara Ruiz \u00fcber Kubas marodes Gesundheitssystem"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Omara Ruiz \u00fcber Kubas marodes Gesundheitssystem<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mangel und Willk\u00fcr lassen normale Kubaner leiden<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich hei\u00dfe Omara Ruiz Urquiola. Ich bin Kunsthistorikerin und war Professorin and Universit\u00e4t bis ich entlassen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>2005 wurde bei mir Brustkrebs, ein duktal invasives Karzinom, diagnostiziert. Ich begann die Behandlung in einem Krankenhaus, welches mir von Freunden empfohlen wurde, die eine hohe Position in der kubanischen Regierung bekleideten. Die ersten 5 Monate habe ich dann in dieser Klinik Medikamente verabreicht bekommen, ohne das die Klinik jemals meine Patientenakte angefordert hatte. Es wurden auch keinerlei Untersuchungen und Tests durchgef\u00fchrt um festzustellen was f\u00fcr eine Art von Krebs ich \u00fcberhaupt hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 5 Monaten ging es mir sehr schlecht, aber mein Bruder schaffte es die Klinik dazu zu bringen eine Tomographie durchzuf\u00fchren, die belegte, das meine Organe frei von Metastasen waren. Die Klinik hatte mir bis dahin jegliche Hoffnung genommen. Sie sagten mir, dass mir nur noch 3 bis maximal 9 Monate zum Leben blieben, und dass es deshalb zwecklos sei mir Medikamente zu geben, die die Entwicklung der Krankheit hemmen w\u00fcrde, denn so oder so w\u00e4re ich dem Tod geweiht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Bruder, er ist Doktor der Biologie, gab jedoch nicht auf und k\u00e4mpfte weiter f\u00fcr mich. Er holte mich aus der Klinik raus und brachte mich zur Behandlung in das Nationale Institut f\u00fcr Onkologie und Radiologie von Kuba. Dort setzt er sich daf\u00fcr ein, dass eine Biopsie durchgef\u00fchrt wurde. So konnte endlich festgestellt werden, was f\u00fcr eine Art von Krebs ich hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dort wurde ich dann unter wissenschaftlicher Unterst\u00fctzung und Anleitung meines Bruders behandelt. Allerdings wurden mir \u00fcber Jahre immer mal wieder Placebos anstatt richtiger Medikamente verabreicht. Sowohl die Leitung des Krankenhauses als auch das Personal gingen sehr schlecht mit mir um. Die richtigen Medikamente gab es oft aufgrund von Korruption nicht. Es wurden einfach F\u00e4lschungen gekauft. Als ich im Jahr 2016 sechs Monate ganz ohne Medikation auskommen sollte, was f\u00fcr mich den Tod bedeutet h\u00e4tte, trat mein Bruder in den Hungerstreik und erreichte so die Fortsetzung der Behandlung. Das war ein harter Kampf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch habe ich die ganze Zeit, 15 Jahre, weiter als Professorin an der Universit\u00e4t Havanna gelehrt und gearbeitet. Im Jahr 2019 wurde ich dann aufgrund meines politischen und sozialen Engagements entlassen. Mein Bruder wurde schon vorher entlassen, weil er sich \u00f6ffentlich f\u00fcr mein Recht auf eine Gesundheitsversorgung und f\u00fcr den Umweltschutz eingesetzt hatte.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Omara Ruiz \u00fcber Kubas marodes Gesundheitssystem Mangel und Willk\u00fcr lassen normale Kubaner leiden Ich hei\u00dfe Omara Ruiz Urquiola. 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