{"id":3198,"date":"2023-11-14T10:21:24","date_gmt":"2023-11-14T10:21:24","guid":{"rendered":"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=3198"},"modified":"2023-11-14T10:26:21","modified_gmt":"2023-11-14T10:26:21","slug":"staat-und-gesellschaft-muessen-aktiv-gegen-antisemitismus-einstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=3198","title":{"rendered":"Staat und Gesellschaft m\u00fcssen aktiv gegen Antisemitismus einstehen"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>85. Jahrestag der NS-Novemberpogrome<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Staat und Gesellschaft m\u00fcssen aktiv gegen Antisemitismus einstehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Berlin. Zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome am 9. November erkl\u00e4rt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts f\u00fcr Menschenrechte:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAm 9. November 1938 wurden in einer vom NS-Regime organisierten und gelenkten Gewaltwelle in ganz Deutschland Synagogen, Betstuben und andere Versammlungsr\u00e4ume sowie Gesch\u00e4fte und Wohnungen j\u00fcdischer Menschen verw\u00fcstet und j\u00fcdische Friedh\u00f6fe gesch\u00e4ndet. J\u00fcdinnen und Juden wurden misshandelt und ermordet; etwa 30.000 wurden in Konzentrationslager verschleppt. An den Folgen der Misshandlungen oder der unmenschlichen Haftbedingungen starben Ungez\u00e4hlte oder nahmen sich das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gedenken an das entsetzliche Ereignis und die Opfer der antisemitischen Verfolgung ist 85 Jahre nach der Reichspogromnacht n\u00f6tiger denn je. &nbsp;Es gibt Raum f\u00fcr Trauer \u00fcber die Opfer, Mitgef\u00fchl mit ihren Angeh\u00f6rigen und Solidarit\u00e4t mit ihren Nachkommen. Sich an die Novemberpogrome zu erinnern, hei\u00dft auch, sich immer wieder zu vergegenw\u00e4rtigen, wie schnell aus antisemitischem Reden und Denken m\u00f6rderischer Hass und t\u00f6dliche Gewalt werden k\u00f6nnen. Deshalb mahnt das gemeinsame Gedenken Staat und Gesellschaft, die W\u00fcrde jedes einzelnen Menschen zu verteidigen und gemeinsam aktiv gegen Antisemitismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit einzustehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome vermischt sich in diesem Jahr mit dem Gedenken an die Opfer des grausamen terroristischen Angriffs der Hamas auf Zivilpersonen in Israel und die gro\u00dfe Sorge um die entf\u00fchrten Geiseln. F\u00fcr viele J\u00fcdinnen und Juden weltweit haben die Massaker der Hamas die kollektive Erinnerung an die zahllosen antisemitischen Pogrome wachgerufen. Die Verbrechen der Hamas sind Ausdruck eines Antisemitismus, der J\u00fcdinnen und Juden ausl\u00f6schen will. Es ging und geht der Hamas um die Ermordung von Menschen, weil sie Juden sind, und um die Verbreitung von Todesangst unter J\u00fcdinnen und Juden. Die Untaten der Hamas als blo\u00dfe Reaktion auf vergangenes Unrecht zu relativieren bedeutet, ihren antisemitischen Charakter zu leugnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb-1024x768.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-3201\" srcset=\"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb-1024x768.webp 1024w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb-300x225.webp 300w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb-768x576.webp 768w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb-1536x1152.webp 1536w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/csm_Beate_Rudolf_Pressefoto_frontal_c_DIMR_A_Illing_8f7a00f8eb.webp 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9&nbsp;DIMR\/A. Illing<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Deshalb bin ich aufs \u00c4u\u00dferste besorgt, dass in Deutschland die Verbrechen der Hamas gefeiert werden und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr sie ge\u00e4u\u00dfert wird. Ich bin in gro\u00dfer Sorge, dass antisemitische Schmierereien, Angriffe auf J\u00fcdinnen und Juden und antisemitische Hassrede online wie offline drastisch zugenommen haben. Jetzt m\u00fcssen Politik und gesellschaftliche Akteure in Deutschland dringlich die Mahnung der Novemberpogrome annehmen und ins Handeln kommen: historisch-politische Bildung und Menschenrechtsbildung m\u00fcssen systematisch und nachhaltig gest\u00e4rkt werden und b\u00fcrgerschaftliches Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit muss unterst\u00fctzt werden. Denn: Nie wieder ist jetzt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/aktuelles\/detail\/staat-und-gesellschaft-muessen-aktiv-gegen-antisemitismus-einstehen\">Zum Original-Artikel<\/a> auf <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/\">institut-fuer-menschenrechte.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>85. Jahrestag der NS-Novemberpogrome Staat und Gesellschaft m\u00fcssen aktiv gegen Antisemitismus einstehen Berlin. Zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome am 9. November erkl\u00e4rt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts f\u00fcr Menschenrechte: \u201eAm 9. 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