{"id":3924,"date":"2026-04-13T15:28:51","date_gmt":"2026-04-13T15:28:51","guid":{"rendered":"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=3924"},"modified":"2026-04-13T16:04:41","modified_gmt":"2026-04-13T16:04:41","slug":"gebete-zwischen-ruinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/?p=3924","title":{"rendered":"Gebete zwischen Ruinen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gebete zwischen Ruinen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Genehmigung zum Wiederaufbau <\/strong><strong>der ausgebrannten St.-Georgs-Kirche <\/strong><strong>verweigert<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>\ufeff<strong>Ein Jahr nach dem gro\u00dfen Kirchenbrand in der ober\u00e4gyptischen Stadt Qift fand dort trotz der noch immer sichtbaren Spuren eine Messe zum \u201eFreitag am Ende der Fastenzeit\u201c eine Messe in Ruinen statt. Der Brand im Jahr 2025 f\u00fchrte zu schweren materiellen Verlusten, darunter die vollst\u00e4ndige Zerst\u00f6rung des Kircheninventars und der Einsturz des Daches.<\/strong><strong> Die St.-Georgs-Kirche in Qift geh\u00f6rt zum \u00e4gyptischen Kulturerbe. Sie gilt als bedeutendes spirituelles und historisches Wahrzeichen in Ober\u00e4gypten und genie\u00dft als eines der \u00e4ltesten Bauwerke der Region sowohl bei Kopten als auch bei Muslimen in Qena einen besonderen Stellenwert. Dennoch verweigert der Stadtrat die Genehmigung zum Wiederaufbau mit der Begr\u00fcndung, der Standort sei ungeeignet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3927\" style=\"aspect-ratio:0.7500115799712817;width:320px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild2-225x300.jpg 225w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild2.jpg 780w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Gottesdienst zum Fastenbrechen mit einer gro\u00dfen Zahl von Gl\u00e4ubigen wurde von Bischof Anba Scharubim, Metropolit von Qena, geleitet. &nbsp;Die koptisch-orthodoxe Kirche des gro\u00dfen M\u00e4rtyrers St. Georg in Qift versorgt mehr als 10.000 Kopten in der Stadt. Diese Entscheidung bringt Tausende von Kopten in eine reale Notlage, zumal diese Kirche die Einzige ist, die die Region versorgt. Dadurch wird ihnen die Aus\u00fcbung ihrer Religion auf normale und sichere Weise verwehrt. Zahlreiche Gl\u00e4ubige bekr\u00e4ftigten gegen\u00fcber \u201eCopts United\u201c, dass sie trotz der Zerst\u00f6rungen weiterhin am Besuch der einigen verbliebenen Kirche festhalten. Sie fordern, dass die Gottesdienste am urspr\u00fcnglichen Ort fortgesetzt werden, obwohl der Wiederaufbau noch immer nicht genehmigt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klada: Gleichberechtigte Staatsb\u00fcrgerschaft ist ohne gleichberechtigte Religionsaus\u00fcbung eine gef\u00e4hrliche Illusion<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die St-Georgs-Kirche war eine von sieben Kirchen in der Stadt \u2013 alle anderen sind bereits verschwunden. Die Gemeinde wartet weiterhin auf die notwendigen Genehmigungen, um mit dem Wiederaufbau der durch den Brand besch\u00e4digten Kirche zu beginnen. Die Aussichten haben sich verschlechtert, nachdem der Stadtrat von Qift die Genehmigung mit der Begr\u00fcndung abgelehnt hat, der Standort sei ungeeignet. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Kirche eine Fl\u00e4che von 1.000 Quadratmetern umfasst und von drei Seiten an Stra\u00dfen begrenzt sei. Es gebe keinen alternativen Standort au\u00dfer nicht bebaubaren landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen oder einer Verlagerung in die W\u00fcste. Auch dies sei inakzeptabel, da dies Tausende von Kopten zwingen w\u00fcrde, t\u00e4glich mindestens 25 Kilometer zur\u00fcckzulegen, um zu beten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3928\" style=\"width:363px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild1-225x300.jpg 225w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild1.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die St. Georgs-Kirche geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten St\u00e4tten der Stadt. Qift, auch Koptos genannt, liegt am \u00f6stlichen Ufer des Nils und hat besondere arch\u00e4ologische und geschichtliche Bedeutung. Knapp die H\u00e4lfte der 22.000 Einwohner sind Kopten. Rund um die Kirche lebt im Ort vor allem die koptische Bev\u00f6lkerung. Wie Copts United berichtet, die hat die koptische Gemeinde versucht, den Gouverneur von Qena direkt anzusprechen, um die Krise seiner Hilfe zu l\u00f6sen, doch die Akte sei wiederholt an den Stadtrat zur\u00fcckverwiesen worden. Infolgedessen sind die Kopten gezwungen, unter schwierigen Wetterbedingungen \u2013 Regen und intensiver Hitze \u2013 am Ort der ausgebrannten Kirche zu beten, wobei ihnen lediglich ein einfaches Stoffdach minimalen Schutz bietet. Die Gemeinde hofft nun auf ein Eingreifen des Staatspr\u00e4sidenten, um den Wiederaufbau der Kirche zu erm\u00f6glichen. Bereits mehrere Jahre vor dem Kirchenbrand war ein Beschluss zur Renovierung und zum Wiederaufbau ergangen, dessen Umsetzung jedoch verhindert wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild3-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3926\" style=\"aspect-ratio:0.750005538202521;width:337px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild3-768x1024.jpg 768w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild3-225x300.jpg 225w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild3.jpg 780w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Medhat Klada<\/strong>, Pr\u00e4sident der koptischen Menschenrechtsorganisation EUCHOR fordert die Verantwortlichen von Qift auf, ihre Unnachgiebigkeit aufzugeben und den Wiederaufbau der Kirche zulassen. Wenn dies nicht endlich geschieht, bleiben alle &nbsp;Worte und Feiertagsgr\u00fc\u00dfe an die Kopten Symbolpolitik. Gleichberechtigte Staatsb\u00fcrgerschaft ist ohne gleichberechtigte Religionsaus\u00fcbung eine gef\u00e4hrliche Illusion, so Klada.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"309\" src=\"http:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3925\" srcset=\"https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild4.jpg 550w, https:\/\/botschafter-menschenrechte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild4-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebete zwischen Ruinen Genehmigung zum Wiederaufbau der ausgebrannten St.-Georgs-Kirche verweigert \ufeffEin Jahr nach dem gro\u00dfen Kirchenbrand in der ober\u00e4gyptischen Stadt Qift fand dort trotz der noch immer sichtbaren Spuren eine Messe zum \u201eFreitag am Ende der Fastenzeit\u201c eine Messe in Ruinen statt. 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